Aktuelle Ausstellung

Invisible Forces

Erich Berger    Mari Keto    Martin Howse



19. Oktober- 8. Dezember 2019
Vernissage: 18. Oktober 2019, 20 Uhr

Artists Talk: 19 Oktober 2019, 17 Uhr

Local Area Network (LAN). Workshop Mit Martin Howse 13. Oktober und 10. November 2019, 11-18 Uhr

(Anmeldung erforderlich an
m@1010.co.uk )


Unser Planet besteht nicht nur aus Erde und Felsen, sondern auch aus einer Anzahl unsichtbarer Kräfte, welche die Form und Entwicklungsfähigkeit des Lebens beeinflussen und formen. Strahlung ist nicht nur ein Nebenprodukt des Atomzeitalters, sondern etwas, das in nahezu jeder Umgebung im Hintergrund existiert. In dieser Ausstellung wird die Arbeit von Erich Berger und Mari Keto zusammen mit einem Workshop und einer forensischen Ausstellung von Martin Howse präsentiert, um einen Dialog zwischen zeitgenössischer Kultur, deep time (geologischer Zeit) und Psycho-Geophysik zu eröffnen.

Erich Berger und Mari Ketos Arbeiten beschäftigen sich mit den Fragen giftiger und radioaktiver Abfälle in unserer heutigen Welt. Inheritance ist ein wertvolles Familienerbstück und besteht aus Schmuck, der radioaktiv und daher praktisch und symbolisch nicht mehr tragbar ist. Zusammen mit einem elektromechanischen Gerät zur Bestimmung der verbleibenden Radioaktivität wird der Schmuck in einem Betonbehälter aufbewahrt, der für eine lange Lebensdauer ausgelegt ist. Mit diesen Gegenständen ist folgende Geschichte verbunden: jedes Mal, wenn der Schmuck von einer Generation zur nächsten übergeben wird, entscheidet das Messritual darüber, ob der Schmuck endlich in Gebrauch genommen und sein Reichtums- und Identitätsversprechen erfüllt werden kann oder bis zur nächsten Generation aufbewahrt werden muss.

Open Care schlägt eine spekulative Zukunft vor, in der einzelne Familien Verantwortung für radioaktive Abfälle übernehmen. Das Stück enthält ein Elektroskop zur Messung der Radioaktivität, ein elektrostatisches Ladegerät und eine Speicherscheibe für eine kleine Menge nuklearen Abfalls, die von Generation zu Generation weitergegeben werden. Indem diese Arbeiten die enorme Zeitskala des radioaktiven Zerfalls in sinnvollere Einheiten der Lebenszeit umwandeln, eröffnen sie die Frage nach kollektiver Fürsorge und Verantwortung aus einer neuen Perspektive.

Martins Howses Werkstatt und forensisches Projekt Local Area Network (LAN) ist eine transdisziplinäre, spekulative Untersuchung lokaler Felder und Partikel sowie des energetischen Austauschs zum Hacken und Umleiten von Zirkulationen und Netzwerken auf allen gestapelten Ebenen lokaler geologischer, ökologischer und technologischer "Umwelten".

LAN greift ein in koexistierende Bereiche der algorithmischen Einheiten, der Strukturen und Infrastrukturen der Berechnung und der Kommunikation mit nichtmenschlichen Einheiten der Erde (Myzel und Mikroben).


Mit der freundlichen Unterstützung von:

   



Demnächst:

Local Area Network (LAN). Workshop Mit Martin Howse

13. Oktober und 10. November 2019, 11-18 Uhr




Teilnahmegebühr: 20€/15€
Anmelden bis 6. Oktober an: m@1010.co.uk

Der Open Workshop Local Area Network (LAN) ist eine kollektive, spekulative Untersuchung lokaler Felder und Partikel und des energetischen Austauschs zum Hacken und Umleiten von Energieflüssen und -netzen auf allen Ebenen lokaler geologischer, ökologischer und technologischer "Umwelten". Die Veranstaltung versteht sich als forensiche Ausstellung innerhalb des Ausstellungsprojekts "Invisible Forces" bei Art Laboratory Berlin.

LAN arbeitet vor Ort - an Standorten entlang des Flusses Panke - und im Labor, um eine fortlaufende Ausstellung mit sich ändernden Prozessen und Prototypen zu zeigen und die Schnittstelle zwischen Datenökologien und Nicht-Menschen durch Abbildung, Messung und Eingriffe in lokale und spezifische energetische Transformationen, entropische Verläufe und Grenzen von Dingen, Materialien und Kulturen zu untersuchen.

LAN untersucht und identifiziert Ausführungsorte, Orte, an denen sich energetische Transformationen mit menschlicher Infrastruktur und Agenten der Abstraktion und Logik überschneiden. Das Projekt reflektiert die koexistierenden Bereiche algorithmischer Entitäten, berührt Strukturen und Infrastrukturen der Berechnung und tritt in die Kommunikation mit den nichtmenschlichen Entitäten der Erde (Myzel, Mikroben) ein.

Zum Beispiel werden spezielle Geräte, die im Rahmen von gemeinsamen Workshops entwickelt wurden, die Beziehungen zwischen Berechnung und Zerfall untersuchen, möglicherweise das Wachstum von Flechten und anderen parasitären Pilzen / Formen auf menschlichen Infrastrukturen aufzeichnen oder verzweigte Tauformationen radioaktiver Partikel untersuchen. In Workshops und Geräten werden gleichermaßen die Zusammenhänge des Zerfalls von Partikeln und die Ausdehnung des Nuklearen / Geologischen im Inneren von Pflanzen und Körpern untersucht.

Der erste Workshop findet am 13. Oktober im Art Laboratory Berlin statt, der zweite am 10. November. Für den 2. Workshop sollten die Teilnehmer den ersten am 13. Oktober besucht haben.
Local Area Network (LAN) ist Teil der Ausstellung Invisible Forces, die am 18. Oktober bei Art Laboratory Berlin eröffnet wird.


Mit freundlicher Unterstützung des Fachbereichs Kunst und Kultur Bezirksamt Mitte und des Bezirkskulturfonds als Teil von DIY Hack the Panke<

     



Eröffnung 5. September 2019, 19 Uhr

Mind the Fungi.
Lokale Baumpilze als nachhaltiger Rohstoff für die Zukunft


Ort: FUTURIUM | Futurium Lab, Alexanderufer 2, 10117 Berlin
Kuratiert von Regine Rapp & Christian de Lutz, Art Laboratory Berlin

Ausstellungszeit: 5. September 2019 – 30. April 2020
Kuratorentalk mit Christian de Lutz: 7. September 2019, 15-17 Uhr
Öffnungszeiten: Mo, Mi, Fr, Sa, So 10 – 18 Uhr, Do: 10 – 20 Uhr, Di geschl.
Eintritt Frei




Mind the Fungi ist ein kollaboratives Forschungsprojekt zwischen dem Institut für Biotechnologie (TUB) und Art Laboratory Berlin (ALB). Es kombiniert wissenschaftliche Forschung, Citizen Science und Künstler- und Design-Residencies. Das Projekt erforscht innovative Methoden und Gebrauchsweisen von Biomaterial, das aus Baumpilzen gemacht wird. Wissenschaftler des Instituts für Biotechnologie der Technischen Universität Berlin erforschen neue Materialien aus Baumpilzen. Art Laboratory Berlin bringt in diesem Themenfeld Künstler, Designer und Wissenschaftler mit einem breiten Publikum zusammen.

Die Ausstellung zeigt, wie wir in unserem Projekt verschiedene Baumpilze aus Berlin und Brandenburg auf unterschiedlichen pflanzlichen Rohstoffen wachsen (z.B. auf Holzspänen) und Biomaterialien in verschiedenen Formen, Strukturen und Qualitäten hergestellt haben. Einige aktuelle Bespiele reichen von Myzel-Backsteinen bis hin zu veganem Leder und Designprodukten. Videos und Slide-Shows dokumentieren das Art Science-Projekt „Mind the Fungi", stellen die einzelnen Team-Mitglieder vor und geben einen tieferen Einblick in die kreative Welt eines interdisziplinären Arbeitsprozesses.

Kuratiert von Regine Rapp & Christian de Lutz, Art Laboratory Berlin

Mehr hier: https://futurium.de/de/blog/eroeffnung-des-futuriums
und http://artlaboratory-berlin.org/html/de-Mind-the-Fungi.htm

Kooperationspartner:




Kunst | Forschung | Citizen Science



Mind the Fungi



Ein zweijähriges Forschungsprojekt zwischen dem Institut für Biotechnologie TU Berlin und Art Laboratory Berlin. Die Künstlerin Theresa Schubert und die Designerin und Künstlerin Fara Peluso werden am Institut für Biotechnologie als Artist-in-Residence zu Gast sein und zusammen mit Biotechnologen am Projekt arbeiten, das Biomaterialien aus lokalen Pilzen entwickelt.
(Mehr Informationen)


In Kooperation mit der TU Berlin




DIY Hack the Panke



Die im Januar 2018 gegründete Forschungsgruppe "DIY Hack the Panke" besteht aus einer Gruppe von KünstlerInnen und WissenschaftlerInnen, die Citizen Science-Projekte entlang der Panke im Norden und im Zentrum Berlins durchführen.

Durch interdisziplinäre Praktiken zielt die Gruppe darauf ab, die Panke für lebende Organismen zu erforschen und ihre komplexe Geschichte der menschlichen Nutzung kritisch zu untersuchen. Mitglieder von "DIY Hack the Panke" planen öffentliche Workshops zu Themen wie Flussflora, Fauna und Mikrobiologie; Kunststoffabfälle und andere Schadstoffe; der Einfluss von Geschichte, Kultur und Technologie auf die heutige Panke. Zusätzlich zu den Workshops wird die Öffentlichkeit eingeladen, an Spaziergängen und Vorträgen sowie an öffentlichen Labor-Sessions teilzunehmen, um ihre städtische Umgebung neu zu entdecken und mittels Citizen Science zu lernen und partizipieren.
(Mehr Informationen)




The Silkworm Project

Vivian Xu


Vivian Xu, Silkworm Project, 2013–ongoing, multimedia installation. Trees of Life – Knowledge in Material (2018), NTU Centre for Contemporary Art Singapore. Courtesy NTU CCA Singapore.

Mai - August 2019
Das Silkworm Projekt untersucht die Möglichkeiten, mithilfe von Seidenraupen eine Reihe von Hybrid-Biomaschinen zu entwerfen, die in der Lage sind, selbstorganisierte flache und räumliche Seidenstrukturen zu erzeugen. Art Laboratory Berlin freut sich, in Zusammenarbeit mit dem Berliner Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte (MPIWG) der in Shanghai lebenden Künstlerin Vivian Xu einen viermonatigen Forschungsaufenthalt in Berlin zu ermöglichen: Zwischen Mai und Juli 2019 wird Vivian Xu ihrer künstlerischen Forschung (MPIWG) und im Studio/ Atelier (ALB) der künstlerischen Praxis ihres lang angelegten Projekts nachgehen können. Eine Ausstellung (Mai - Juli 2019) und ein Workshop zum Thema Seidenkultur von Vivian Xu werden der Öffentlichkeit Einblicke in das faszinierende Langzeitprojekt ermöglichen.

In Kooperation mit dem Berliner Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte



Letzte Veranstaltungen:

DIY Hack the Panke

Wasserpank.
Workshop und Jam Session mit Kat Austen and Nenad Popov

5. Oktober 2019, 14-18 Uhr




Die Künstlerin und Chemikerin Kat Austen sowie der Klang- und Medienkünstler Nenad Popov nehmen den Fluss und sein Wasser als Ausgangspunkt für diesen spannenden Workshop zum Thema Klangexperimente aus Wasser und Umwelt. Die Teilnehmer können Hydrophonaufnahmen, DIY-Wasser- und Bodensensoren mischen und ihre eigenen Aufnahmen machen. Der Workshop endet mit einer Gruppen-Jam-Session entlang des Flusses.


Mehr zu DIY Hack the Panke



Pankquelle
Eine audiovisuelle Performance mit Sarah Hermanutz und Nenad Popov<
5. Oktober 2019, 20 Uhr


Fotos: Lili Tölp

Die Künstler Sarah Hermanutz und Nenad Popov werden eine neue Arbeit durchführen, die auf ihrem Engagement im bürgerwissenschaftlichen Kollektiv 'DIY Hack the Panke' basiert. Die frühere Zusammenarbeit der beiden Künstler hat Hermanutz 'künstlerische Forschung in Feuchtgebietsökologien mit Popovs auf Sound und Programmierung basierender Arbeit gemischt. Für "Pankquelle" lassen sich die Künstler von der Pankequelle in Brandenberg inspirieren und reisen durch die sich verändernden Stadtlandschaften Berlins




Mind the Fungi

WALK & TALK #3

Briesetal | 28. September 2019 (Tagesexkursion)
Lab Besuch, TU Berlin | 1. Oktober, 2019 (abends)
Für mehr Informationen bitte anmelden unter: register@artlaboratory-berlin.org




Die Künstlerin Theresa Schubert bietet vielfältige Perspektiven auf den Wald und seine kulturelle Bedeutung. Zusammen mit Biotechnologen vom Institut für Biotechnologie | TU Berlin wird sie uns durch Wälder im Briesetal auf der Suche nach Baumpilzen führen. Diese Veranstaltung ist Teil eines Forschungsprojekts, das neueste biotechnologische Forschung, Citizen Science und künstlerische Forschung verbindet.

Bertram Schmidt und Carsten Pohl von der TU Berlin zeigen den Teilnehmern, wie sie Proben von Pilzen sammeln und für weitere Untersuchungen und Kultivierungen konservieren können. In einem Labor-Besuch am Institut für Angewandte und Molekulare Mikrobiologie | TU Berlin am 1. Oktober wird den Teilnehmern gezeigt, wie Petrischalen mit Proben für die Kultivierung angelegt werden können.
http://artlaboratory-berlin.org/html/de-Mind-the-Fungi.htm

Die in Berlin lebende Künstlerin Theresa Schubert erforscht unkonventionelle Sichtweisen auf Natur, Technik und das Selbst. Sie studierte Medienkunst an der Bauhaus-Universität in Weimar. Schubert kombiniert audiovisuelle und hybride Medien mit konzeptuellen und immersiven Installationen oder ortsspezifischen Interventionen, zu denen auch lebende Organismen gehören können. Thematisch befragen ihre Arbeiten die Beziehung des Menschen zu seiner Umwelt und die Entwicklung von Materie und Bedeutung jenseits des Anthropos.


Kooperationspartner:



DIY Hack the Panke

Summer Walk and Talk #2:
Decay and Feedback: reckoning with the wild and the unsightly
mit Nenad Popov, India Mansour and James Whitehead

22. September 2019, 15 Uhr, bei Art Laboratory Berlin



Am letzten Tag dieses Sommers werden der Sound- und Medienkünstler Nenad Popov und die Biologen India Mansour und James Whitehead (FU Pflanzenökologie) eine Reihe von Kurzvorträgen entlang der Panke halten, in denen partizipative Aktionen und Wechselwirkungen zwischen sichtbaren und unsichtbaren ökologischen Schichten rund um den Fluss Panke behandelt werden. Sie untersuchen Themen wie die menschliche Veränderung von Stadtlandschaften im Laufe der Zeit, 'natürliche' Zersetzungszyklen in Böden und Flüssen im Vergleich zum Verfall künstlicher Materialien und die Rückkopplungen zwischen synthetischen Abfällen und Ökosystemen in der Stadt.

Die im Januar 2018 gegründete Forschungsgruppe DIY Hack the Panke besteht aus einer Gruppe von Künstlern, Wissenschaftlern und Kuratoren, die Citizen Science-Projekte entlang der Panke im Norden und in der Mitte Berlins fördern. Durch interdisziplinäres Üben möchte die Gruppe den Fluss Panke für lebende Organismen erforschen und seine komplexe Geschichte der menschlichen Nutzung kritisch hinterfragen.

India Mansou
r erforscht als Postdoc an der Freien Universität Berlin, Fachgebiet Pflanzenökologie, die Struktur und Funktion mikrobieller Gemeinschaften in Flüssen und Böden. Derzeit beschäftigt sie sich mit dem aufkommenden theoretischen Rahmenwerk über das Zusammenwachsen von Gemeinschaften. Dabei untersucht sie die Dynamik, die auftritt, wenn verschiedene mikrobielle Gemeinschaften aufeinander stoßen.

James Whitehead ist Doktorand am Institut für Biologie der Freien Universität Berlin. Er untersucht die Auswirkungen der Urbanisierung auf die mikrobielle Bodenökologie.

Nenad Popov ist ein Medienanarchist, dessen Interessen in oder besser zwischen Kunst und Forschung liegen. Das Ergebnis dieser Prozesse sind Live-Kinostücke, Klang- und Filminstallationen, seltsame Klangerzeugungen, unmögliche Kollaborationen und gelegentlicher Parasitismus gegenüber öffentlichen Kulturfonds.



Summer Walk and Talk #1
13. Juli 2019, 15.30 Uhr, bei Art Laboratory Berlin



Der Mikrobiologe Daniel Lammel und der Biochemiker und Illustrator Eliot Morrison der Art & Science-Gruppe DIY Hack the Panke führen die Teilnehmer entlang der Panke in Berlin-Wedding und diskutieren das Zusammenspiel von Wasser, Boden und Atmosphäre auf molekularer Ebene und wie sich dies auswirkt von und für Organismen in größerem ökologischen Maßstab. Sie werden erklären, wie Wasser, Pflanzen und Boden an lebenserhaltenden Kohlenstoff- und Stickstoffkreisläufen beteiligt sind und wie die städtische Umwelt Berlins die biologische Vielfalt sowohl fördern als auch bedrohen kann.

Treffpunkt ist Art Laboratory Berlin um 15.30 Uhr, wo die Kuratoren Regine Rapp und Christian de Lutz vor dem Walk and Talk eine kurze Einführung in die aktuelle Ausstellung The Silkworm Project geben.

Daniel Lammel ist Postdoktorand am Institut für Biologie (Ökologie der Pflanzen) der Freien Universität Berlin. Sein Forschungsgebiet ist die Bodenökologie und die Mykorrizal-Symbiose.

Eliot Morrison ist Biochemiker und Illustrator. Er promovierte am Institut für Biochemie der Freien Universität Berlin, wo er derzeit postdoc-Forschungen zu posttranslationalen Lipidmodifikationen und Enzymkinetiken in T-Zellen, also der molekularen Struktur von Immunzellen, durchführt.


Mit freundlicher Unterstützung des Fachbereichs Kunst und Kultur Bezirksamt Mitte und des Bezirkskulturfonds

     





Letzte Ausstellung:

The Silkworm Project
Vivian Xu



Ausstellung: 01. Juni - 14. Juli 2019, Fr-So 14-18 Uhr
Vernissage: 31. Mai, 20 Uhr

Samstag, 8. Juni 2019, 15-18 Uhr: Workshop THE SILKWORM PROJECT mit Vivian Xu
Mehr Informationen

Sonntag, 30. Juni 2019, 15 Uhr: Artist Talk mit Vivian Xu und Lisa Onaga (Max Planck Institut für Wissenschaftsgeschichte, Berlin)
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Mit freundlicher Unterstützung des Fachbereichs Kunst und Kultur Bezirksamt Mitte und des Bezirkskulturfonds

Donnerstag, 4. Juli 2019: Symposium 'The Artist-Silkworm Interface: The Agricultural Treatise as Source and Scrutiny for Creating an Artist Book'
Organisiert von Lisa Onaga (Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte, Berlin)
Mehr Informationen

The Silkworm Project der in Shanghai arbeitenden Künstlerin Vivian Xu untersucht die Möglichkeiten, mit Seidenraupen eine Serie von Hybrid-Biomassemaschinen zu entwerfen, mit denen sich selbstorganisierte flache und räumliche Seidenstrukturen herstellen lassen. In ihrer Arbeit interessiert sich Xu dafür, inwieweit das Verhalten von Insekten als Grundlage für technologisches Design dienen kann. Sie entwickelt kybernetische Maschinen basierend auf biologischer und computergesteuerter Logik. The Silkworm Project ist das erste einer Reihe mit dem Titel "Insect Trilogy", das sich noch in der Entwicklung befindet. Dabei untersucht Xu das Verhalten von Ameisen, Bienen und Seidenraupen, um neue Formen von Arbeitsmaschinen zu erkunden. Die Ausstellung zeigt den ersten Teil ihrer Trilogie, The Silkworm Project, in dem sie eine interaktive Maschine aus Seidenraupen und Elektronik entwickelt. Ihr ultimatives Ziel ist es, selbstorganisierte Seidenstrukturen zu schaffen, die von lebenden Seidenraupen erzeugt werden - kurz gesagt, eine posthumane Maschine. Die Ausstellung zeigt Prototypen für das Flach- und Raumseidenweben sowie ein neues 3D-Webgerät, das mit Live-Seidenraupen interagiert.

Art Laboratory Berlin freut sich, in Zusammenarbeit mit dem Berliner Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte (MPIWG) der in Shanghai lebenden Künstlerin Vivian Xu einen viermonatigen Forschungsaufenthalt in Berlin zu ermöglichen: Zwischen Mai und August 2019 wird Vivian Xu ihrer künstlerischen Forschung am MPIWG und bei ALB ihres lang angelegten Projekts nachgehen können. Eine Ausstellung (Mai - Juli 2019) und ein Workshop zum Thema Seidenkultur von Vivian Xu werden der Öffentlichkeit Einblicke in das faszinierende Langzeitprojekt ermöglichen.
(Mehr Informationen)

In Kooperation mit dem Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte




Vorherige
wichtige Verantstaltungen
:

Interdisziplinäre Konferenz
Nonhuman Agents in Art, Culture and Theory

24. -26. November, 2017

Theatersaal PA58, Prinzenallee 58, 13359 Berlin-Wedding


Fotografien: Tim Deussen

Als theoretische Ergänzung zu unserer laufenden Reihe Nonhuman Agents (Juni - Dezember 2017) vereinte Art Laboratory Berlin - gemeinsam mit unseren Partnern, dem Institut für Kunst und Medien, Universität Potsdam - internationale Künstler, Wissenschaftler aus Natur- und Geisteswissenschaften verschiedener Disziplinen, um künstlerische, philosophische, ethische und naturwissenschaftliche Ansätze über nichtmenschliche Akteure zu diskutieren. Bisherige Positionen aus unserer Reihe Nonhuman Subjectivities (2016-17) wurden miteinbezogen.

Die Konferenz begann mit einer Reflexion über den Post-Anthropozentrismus und wollte Formen der Intelligenz (menschliche, tierische und pflanzliche Intelligenz) und Begriffe wie ‚Agency' (Handlungsfähigkeit) und ‚Sentience' (Empfindungsfähigkeit) genauer definieren. Eine eingehende Betrachtung in der Aushandlung dieser neu perspektivierten Prozesse hat die Rolle von Pilzen beinhaltet: Myzel, das Internet von Bäumen und Hefen. Formen mikrobieller Handlungsfähigkeiten wurden über das Phänomen des Quorum Sensing und Biofilme untersucht; zur Diskussion stand außerdem eine Form der Mikrosubjektivität. Es hat Beiträge zum Mikrobiom und Holobiont gegeben, unter Berücksichtigung des Menschen und den Formen des Seins, die er mit nichtmenschlichen Lebensformen teilt. Darüber hinaus haben wir eine Diskussion zu Endosymbiose und Sympoiesis eröffnet, die symbiotische Beziehungen, horizontale Gentransfers und die Rolle von Lynn Margulis in der Biologie und Wissenschafts- und Technologieforschung des 21. Jahrhunderts bedachte. Schließlich hat die Konferenz bedrohte nichtmenschliche Perspektiven diskutiert und eine Ethologie für die technowissenschaftliche Ära vorgeschlagen.
Kooperationspartner: Europäische Medienwissenschaft, Universität Potsdam
(Mehr Informationen - Erste Videodokumentation Online!)




Auszeichnung 2017 an Art Laboratory Berlin

Wir freuen uns mitzuteilen, dass Art Laboratory Berlin erneut Preisträger der "Auszeichnung künstlerischer Projekträume und –initiativen" geworden ist. Wir danken der diesjährigen Jury für diese Entscheidung und der Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa für die Auslobung des Preises.

Wir betrachten diese Auszeichnung als Wertschätzung unserer intensiven Arbeit der letzten Jahre mit Ausstellungen, Seminaren, Workshops und Konferenzen zu aktuellen Themen in Kunst und Wissenschaft. Unser Dank geht auch an die Künstler, Kollegen und Förderer, mit denen wir unsere Projekte realisieren konnten und zukünftig umsetzen werden.

Preiseverleihung 15. September 2017 ab 17h30 (Mehr Informationen)



Informationen zu der Serie Nonhuman Agents von 2017 hier

Informationen zu der Serie Nonhuman Subjectivities von 2016-17 hier

Informationen zu der Serie [macro]biologies & [micro]biologies von 2014-15 hier...


Publikationen!

Wir freuen uns sehr, Ihnen/ Euch unsere neue Publikation vorzustellen:
[macro]biologies & [micro]biologies. Art and the Biological Sublime in the 21st Century.
Hrsg. v.Regine Rapp & Christian de Lutz, Berlin 2015
Mehr Informationen hier...


Online Publikationen:

Wir freuen uns sehr, mit Ihnen/ Euch unsere Online-Publikation der dreitägigen internationalen, interdisziplinären Konferenz von 24.-26.November 2017 zu teilen:
Nonhuman Agents in Art, Culture and Theory


Wir freuen uns sehr, mit Ihnen/ Euch unsere Online-Publikation der zweitägigen internationalen, interdisziplinären Konferenz zu teilen, die bei Art Laboratory Berlin im Sommer 2013 stattgefunden hat: Synaesthesia. Discussing a Phenomenon in the Arts, Humanities and (Neuro-)Science

Art Laboratory Berlin bedankt sich für die ständige Unterstützung von:





Bisherige Kooperationspartner von Art Laboratory Berlin